ADHS ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine andere Art, die Welt wahrzunehmen – mit all ihren Chancen und Möglichkeiten.
ADHS als Neurodivergenz verstehen
Ich sehe ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) als das, was es ist: eine Neurodivergenz. Also eine andere Funktionsweise des Gehirns. Für mich ist ADHS weder besser noch schlechter als ein neurotypisches Gehirn. Es arbeitet einfach anders, mit eigenen Prioritäten, Bedürfnissen und Herausforderungen.
Was ist ADHS?
ADHS ist eine neurologische und psychologische Besonderheit, die sich durch eine andere Verteilung von Botenstoffen im Gehirn auszeichnet, insbesondere Dopamin und Noradrenalin.
Diese Stoffe sind für Aufmerksamkeit, Motivation und Impulskontrolle verantwortlich.
Bei Menschen mit ADHS sind sie in einer anderen Menge vorhanden als bei neurotypischen Menschen. Das bedeutet, dass das Gehirn Reize, Aufgaben und Emotionen auf eine eigene Art verarbeitet.
Die drei Kernsymptome:
- Unaufmerksamkeit: Schwierigkeiten, bei einer Sache zu bleiben oder Details zu beachten.
- Hyperaktivität: Ein innerer Drang, ständig in Bewegung zu sein oder etwas zu tun.
- Impulsivität: Handlungen oder Worte, die ohne großes Nachdenken passieren.
Die Kombination und Stärke dieser Symptome ist bei jeder Person unterschiedlich. Deshalb spricht man auch von verschiedenen „Typen“ von ADHS, wie dem unaufmerksamen, hyperaktiven oder gemischten Typ.
Was dies für meine Arbeit bedeutet:
In meiner Arbeit geht es darum, ADHS nicht als Defizit, sondern als eine andere Art des Denkens und Erlebens zu verstehen. Gemeinsam schauen wir uns an, wie sich deine ADHS-Symptome im Alltag zeigen und welche Stärken du daraus entwickeln kannst.
